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Privacy-Handbuch




Wir sind die Vielen.
Wir könnten den Beat stampfen,
der jede Macht pulverisieren wird.





Aus den News gesammelt:

(Willkürlich gesammelt und ohne Anspruch auf Objektivität.)

Vault 7 Release: Dark Matter (25. März 2017) 
Vorgestern hat Wikileaks mit Vault 7 Release: Dark Matter weitere Dokumente zur Arbeit der CIA-Hacker veröffentlicht. Diese Release beschäftigt sich mit den CIA Techniken zur Kompromittierung von Apple Geräten. Die veröffentlichten Dokumente sind von 2012, also nicht mehr sehr aktuell, sollte man nicht überbewerten.

In der Regel werden MacBooks, iPhones usw. durch physischen Zugriff vor Ort kompromittiert oder bei Neukauf eines Gerätes auf dem Versandweg. Die Schnüffelsoftware verankert sich im BIOS und übersteht damit auch alle Neuinstallationen und Updates des Betriebssystems. Laut einem Statement von Apple sind die beschriebenen Bugs in der Software seit längerem gefixt und nicht mehr ausnutzbar.

Was schreibt eigentlich die Mainstream Presse über Wikileaks und Vault 7?
In atemberaubender Geschwindigkeit hat sich Wikileaks zum größten Digital-Saboteur der westlichen Welt entwickelt. Längst folgt die Organisation nicht mehr klassischem Hacker-Idealismus, sondern einer antiwestlichen Agenda. Gezielt greifen die Aktivisten in demokratische Prozesse ein, sie beeinflussen Wahlen und schwächen die Sicherheitsstruktur. Fast immer richten sich die Aktionen gegen die Vereinigten Staaten und ihre Dienste. An deren digitaler Anti-Terror-Aufklärungsarbeit hängen allerdings die Sicherheitsbehörden der gesamten westlichen Welt, insbesondere auch die Deutschen. (...) Wer ist eigentlich Wikileaks heute? Ein geheimer Arm russischer Propaganda? (FAZ.de)
Eine Plattform, deren Ruf gehörig ramponiert ist, veröffentlicht geheime CIA-Dokumente - und Medien reagieren so instinktlos wie eh und je.

Wie geht man um mit einer Organisation, die einerseits noch immer so beliebt ist bei Whistleblowern [...] - die aber andererseits von einem Verrückten angeführt wird, vollkommen kritikresistent ist, die eigenen Enthüllungen maßlos aufbauscht und im Verdacht steht, ein Propagandawerkzeug der russischen Regierung zu sein? (Zeit.de)
Zusammengefasst ergeben sich für mich Fragen:
US-Army mit "Boots on Ground" in Syrien (23. März 2017)
Vor zwei Wochen haben die USA damit begonnen, US-Marines in Syrien bei der Stadt Manjib in Stellung zu bringen. Sie sollen die von IS-Rebellen besetzte Stadt Raqqa befreien, bevor russische Truppen zusammen mit der syrischen Armee die Rebellen dort vertreiben. "Boots on Ground in Syria" war unter Obama ein Tabu.

In der türkischen Stadt Antalya haben sich der oberste Befehlshaber der US-Army General J. Duford (Chairman of the US Chiefs of Staff), der Oberbefehls­haber der russischen Streitkräfte General Valery Gerasimow und General Hulusi Akar (Chef der türkischen Armee) persönlich getroffen, um die Einflusssphären in Syrien neu zu ordnen und das gemeinsame Vorgehen zur Befreiung von Raqqa abzustimmen. Es war das erste(!) persönlichen Treffen eines Oberbefehlshaber der US-Army mit dem ranghöchsten Kommandeur der russischen Streitkräfte seit dem 2. Weltkrieg.
Generale
Gen. Duford, Gen. Gerasimow und Gen. Akar in Antalya
 
Der syrische Präsident Assad bezeichnet die US-Truppen als Invasoren: No one invited US to Manbij, all foreign troops in Syria without permission are invaders. Seine Meinung ist völkerrechtlich korrekt aber belanglos. Da die syrische Armee vollständig unter russischem Oberkommando operiert, war es nicht nötig, das syrischen Oberkommandos in Antalya mit einzuladen.

Auch das NATO-Oberkommando war beim Treffen in Antalya nicht vertreten. Trotzdem wird man wahrscheinlich erwarten, dass NATO-Truppen in Syrien an der Seite der US-Truppen kämpfen, so wie in Afghanistan.

Frau Merkel hat bei ihrem Treffen mit US-Präsident Trump schon mal betont, dass Deutschland seit Jahren aktiv in Syrien mit dabei ist. (Die Einheit EloKaBtl 912 für funkelektronische Feindaufklärung kreuzt seit 2011 abwechselnd mit den Schiffen Alster und Oker vor der syrischen Küste und belauschte u.a. die Kommunikation der syrischen Armee... bis die russischen Truppen effektive Störsender zum Schutz der Kommunikation mitbrachten. Dann wurden deutsche Tornados zur Foto­auf­klärung in der Türkei stationiert...)

Unter US-Präsident Trump wollen die USA in Syrien eine 180° Wende vollziehen. Während unter Obama das Pentagon die sogenannten "gemäßigten Rebellen" mit 500 Mio. Dollar für Waffenlieferungen und Ausbildung unterstützte (finanziert aus einem 5-Mrd.-Dollar-Fond zur Bekämpfung von Terrorismus - keine Ironie!) und die CIA Ausbildungslager für "Kämpfer gegen Assad" in Jordanien betrieben hat, setzt sich jetzt die Erkenntnis durch, dass man auf der Seite der Sieger stehen muss, wenn man in Zukunft "einen Fuß in der Tür" behalten will.

Btw: "Gemäßigte Rebellen" gibt es nicht. (J. B. Hindo, Erzbischof in Syrien)
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