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Privacy-Handbuch

E-Mails werden auf dem Weg durch das Netz an vielen Stellen mitgelesen und ausgewertet. Ein Postgeheimnis existiert praktisch nicht. Kommerzielle Datensammler wie Google und Yahoo scannen alle Mails, die sie in die Finger bekommen. Geheimdienste wie NSA, SSSI, FRA oder BND haben Monitoringprogramme für den E-Mail Verkehr.

Gelegentlich möchte man aber nicht, das eine vertrauliche Nachricht von Dritten gelesen wird. Verschlüsselung wäre eine naheliegende Lösung. Das ist aber nur möglich, wenn Absender und Empfänger über die nötige Kompetenz verfügen.

Als Alternative kann man PrivNote der Firma insophia nutzen. Man schreibt die Nachricht auf der Webseite des Anbieters. Javascript muss dafür freigegeben werden. In den Optionen kann man festlegen, wann die Nachricht gelöscht werden soll, man kann zusätzlich ein Passwort für das Lesen setzen und eine E-Mail bekommen, wenn die Nachricht gelöscht wird.

Das zusätzliche Passwort ist nur sinnvoll, wenn es über einen unabhängigen Kanal zum Empfänger übertragen wird. Man könnte z.B. bei einem Treffen ein Passwort vereinbaren und dieses Passwort dann nutzen, bis man ein neues Passwort austauscht. Das Passwort könnte man mit jeder Nachricht ändern, so dass die aktuelle Nachricht immer das Passwort für die nächste Nachricht enthält. Man kann es beliebig kompliziert gestalten, solange beide Seiten den Überblick behalten. Es ist aber nicht sinnvoll, ein Passwort zusammen mit dem Link zum Lesen der Nachricht in der gleichen E-Mail zu schicken, das ist Bullshit.
PrivNote
Wenn man auf den Button "Create note" klickt, wird ein Link generiert, unter dem man die Nachricht EINMALIG abrufen kann. Die Nachricht wird im Browser verschlüsselt auf dem Server gespeichert und nur der Link enthält den Key, um die Daten zu entschlüsseln.
PrivNote
Den Link kann man per E-Mail dem Empfänger der Nachricht senden. Er kann die Nachricht im Browser abrufen. Nach dem Abruf der Nachricht wird sie auf dem Server gelöscht, sie ist also nur EINMALIG lesbar. Darauf sollte man den Empfänger hinweisen. Sollte die Nachricht nicht abgerufen werden, dann wird sie spätestens nach 30 Tagen gelöscht.

Man sollte den Link NICHT über irgendwelche Kanäle in Social Networks (z.B. Facebook) versenden. Wenn man auf den Link klickt, läuft im Hintergrund ein Crawl der Seite bevor man weitergeleitet wird. Facebook holt sich die Nachricht und der Empfänger kommt zu spät.

PrivNote ist nicht kryptografisch abhörsicher wie die E-Mail Verschlüsselung mit OpenPGP. Wenn ein Angreifer unbedingt den Inhalt der Nachricht lesen will, kann er die Nachricht vor dem Empfänger abrufen und über den Inhalt Kenntnis erlangen. Der eigentliche Empfänger kann nur den Angriff erkennen, da die Nachricht auf dem Server gelöscht wurde. Es ist für private Nachrichten geeignet aber nicht für geheime oder streng vertrauliche Informationen.
Lizenz: Public Domain