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Privacy-Handbuch

Der Assitent zur Account Konfiguration

Wenn man in Thunderbrid einen neuen E-Mail Account einrichten möchte, startet der Assistent zur Account Konfiguration. Der Assistent versucht, die Einstellungen für die Mail­server (SMTP, POP3, IMAP) automatisch anhand der E-Mail Adresse zu ermitteln, und geht dabei in folgender Reihenfolge vor:
  1. Als erstes schaut der Assistent in der lokalen Installation nach, ob er die Daten für den Provider im Verzeichnis "<Installdir>/isp/" findet. Wenn er eine passende XML-Datei finden würde, wäre alles ok und die weiteren Schritte würden entfallen.

    Leider enthält Thunderbird keine Konfigurationsdateien für die E-Mail Provider. Wir haben eine Liste von 750+ E-Mail Providern zusammengestellt:
    • Debian Nutzer können das Paket icedove-mailprovider-db_0.1_all.deb installieren. Nutzer von Ubuntu und Derivaten können das Paket thunderbird-mailprovider-db_0.1_all.deb installieren. Nach dem Download installiert man das Paket zum Beispiel im Terminal mit folgendem Kommando: > sudo dpkg -i thunderbird-mailprovider-db_0.1_all.deb
    • Wer ein anderes Betriebssystem nutzt, kann das Archiv mailprovider-db.tar.bz2 herunterladen und entpacken. Im Dateimanager wechselt man in das neu erstellte Verzeichnis und markiert alle XML-Dateien mit STRG-A, kopiert sie in die Zwischenablage mit STRG-C und fügt sie im Unterverzeichnis "isp" der Thunderbird Installation mit STRG-V ein.
  2. Wenn in der lokalen Installation keine passenden Daten für den Provider gefunden wurden, sucht der Assistent im zweiten Schritt die Konfiguration beim E-Mail Provider via unverschlüsseltem(!) HTTP Request unter der URL "http://autoconfig.provider.tld/mail/config-v1.1.xml" und hängt standardmäßig die E-Mail Adresse als Parameter an. Proxy Einstellungen werden dabei ignoriert.

    Da die Verbindung standardmäßig unverschlüsselt ist, kann man den Ergebnissen nicht trauen. Außerdem ist es sehr unschön, das Thunderbird auch nocht die eigene E-Mail Adresse anhängt. In den "Erweiterten Einstellungen" sollte man dieses Feature deaktivieren, indem man folgende Werte auf FALSE setzt: mailnews.auto_config.fetchFromISP.enabled = false
    mailnews.auto_config.fetchFromISP.sendEmailAddress = false
  3. Wenn beim Provider nichts gefunden wird, fragt der Assistent bei der Mozilla ISP Database via SSL-verschlüsseltem HTTPS Request an, ob dort eine Konfigurations­datei vorhanden ist.

    Wenn man dieses Feature nicht nutzen will, könnte man in den "Erweiterten Einstellungen" die URL für die Mozilla ISP Database auf einen Webserver setzen, der einen sauberen HTTP-Fehler "404 - nicht gefunden" liefert. Es ist aber nicht unbedingt nötig, dieses Feature zu deaktivieren.

    Unter Linux könnte man z.B. den CUPS Daemon dafür missbrauchen: mailnews.auto_config_url = http://localhost:631/fake404/
  4. Wenn das auch keinen Erfolg hat, dann versucht der Assistent die Einstellungen zu erraten und fragt bei Mozilla nach dem MX-Record für den E-Mail Provider. Da die Ergebnisse meist unbrauchbar sind, kann man dieses Feauture deaktivieren, indem man folgenden Werte in den "Erweiterten Einstellungen" auf FALSE setzt: mailnews.auto_config.guess.enabled = false Außerdem kann man die URL für den MX-Service auf auf einen Webserver setzen, der einen sauberen HTTP-Fehler "404 - nicht gefunden" liefert. Unter Linux kann man wieder den CUPS Daemon missbrauchen: mailnews.mx_service_url = http://localhost:631/fake404/
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