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Privacy-Handbuch

Web-Proxys mit HTTPS-Verschlüsselung sind ein probates Mittel, um Zensur im Internet zu um­gehen. Sie sind aber als Anonymisierungsdienste unbrauchbar. Mit kruden HTML-Elementen oder einfachen Javascripten ist es möglich, die meisten Web-Proxys auszutricksen und die reale IP-Adresse des Nutzers zu ermitteln.

Die folgende Tabelle zeigt eine Liste bekannter Webproxys,
die den Anonymitätstest der JonDos GmbH nicht bestehen:
Betreiber HTML/CSS/FTP JavaScript Java
Anonymouse Gebrochen Gebrochen Gebrochen
Cyberghost Web - Gebrochen Gebrochen
Hide My Ass! - Gebrochen Gebrochen
WebProxy.ca - Gebrochen Gebrochen
KProxy Gebrochen Gebrochen Gebrochen
Guardster - Gebrochen Gebrochen
Megaproxy Gebrochen (kostenfrei nicht verfügbar) (kostenfrei nicht verfügbar)
Proxify - Gebrochen Gebrochen
Ebumna Gebrochen Gebrochen Gebrochen
Einige Webproxys erlauben es, Javascript mit dem Aktivieren einer Option auf der Startseite zu blockieren. Es ist zwingend notwendig, diese Option zu aktivieren, da alle Webproxys mit Java­script ausgetrickst werden können! Außerdem sollte man Javascript im Browser deaktivieren, damit keine Scripte in Bildern, Werbebannern o.ä. durch den Proxy geschmuggelt werden.

CTunnel.com

CTunnel.com ist ein ganz besonderer Web-Proxy, der hier etwas ausführlicher behandelt werden soll. Man verspricht zwar eine anonyme Nutzung des Internet. Die Entwickler haben sich aber große Mühe gegeben, die Nutzung des Dienstes mit deaktiviertem Javascript unmöglich zu machen. Der gesamte Inhalt der Website ist encoded und wird mit Javascript geschrieben.

Die IP-Adressen der Nutzer werden bei aktiviertem Javascript gleich an drei Datensammler verschickt. Neben Google Analytics erhalten auch xtendmedia.com und yieldmanager.com diese Information. Google Analytics ist bekannt, die beiden anderen Datensammler sind ebenfalls Anbieter von Werbung. Die Website enthält keinen Hinweis auf die Datenweitergabe. Zumindest im Fall von Google Analytics besteht jedoch eine Informationspflicht.

Die Ereignisse rund um den Sahra-Palin-Hack zeigen, dass auch der Dienst selbst Informationen über die Nutzer speichert. Die Kommunikationsdaten werden selbst bei kleinen Vergehen an Behörden weitergegeben. Eine seltsame Auffassung von Anonymität.

Hide My Ass

Dieser Anonymisierungsdienst setzt die Vorratsdatenspeicherung um und speichert ebenfalls die IP-Adressen der Nutzen. Britische Strafverfolger haben Zugriff auf die Daten, wie das LulzSec Fiasco demonstrierte.
Lizenz: Public Domain